Erst einmal keine Partyfotos mehr

Hallo DuesterArt/DuesterEvents Freunde

Aus technischen Gründen werden ich bis voraussichtlich Ende des Jahres keine Partybilder mehr machen können. Zum zweiten mal in vier Jahren habe ich einen externen Systemblitz ins Nirvana geschossen. Jetzt muss ich erst einmal schauen, dass was neues ins Haus kommt. Da aber auch noch andere, durchaus wichtige, Sachen anstehen muss der Blitz erst einmal hinten anstehen. Der geplanten wiederaufnahme meiner Tätigkeit als Konzertfotograf in der Matrix steht dem aber nicht im Wege. Auf Konzerte haben Blitze eh nichts verloren :)

Faith and the Muse – Matrix 13.08.2010

Wer hätte das gedacht? Der Dirk geht wieder Konzertbilder machen! Nun ja, wirklich aufgegeben hatte ich die Fotografie ja nie. Und ich hatte immer in Aussicht gestellt, dass ich auch mal wieder für die Matrix Bilder machen werden. So soll es auch sein, dass ich ab Sep. 2010 wieder Konzerte besuchen und dokumentieren. Aber bereits gestern hat es mich gepackt und so fuhr ich, ausgestattet mit Kamera und guter Laune, rüber in die Matrix. Es war einmal mehr E:O:D Live Edition. Und was für eine Live Edition das war. Mein lieber Schwan. Die US Amerikaner „Faith and the Muse“ standen auf der Bühne und gaben bis kurz vor Mitternacht ihr Programm zum Besten.  Die Tube (Haupthalle der Matrix) war reichlich gut besucht. Das Experiment „Gothic Rock/Wave“ als Live Edion auf einer ansonsten sehr  Elektro lastigen Party ging vollends auf und die Fans hatten reichlich zu feinern. [Zu den Bildern]

Grenzenlos – Der ultimative Partymix –

Grenzenlos – Der ultimative Partymix aus Pop, Alternative, Rock, Charts, 80ies and 90ies – so der Name der neuen(alten) Party im Pavillon zu Wuppertal. Nun, um es vorweg zu nehmen, der Abend war durch und durch gelungen und mit ca. 250 Gästen sehr gut besucht, für einen Neustart. Leider kann man den Erfolg des Abends nicht ausschließlich dem DJ zuschreiben. Das durch und durch Partywillige Publikum, von Normalo über Szenegänger bis hin zu Oi-Skin und Rackabilly war da wohl ehr Federführend. Zwar war die Musikauswahl gut, nicht immer dem Motto entsprechend, so vermisste ich z.B Charts, aber das rechte Händchen zum Abmischen fehlt leider doch noch. Zu harte Übergänge von einem Stück zum nächsten, sowohl beim überblenden als auch bei der Musikwahl. Daran ist aber ohne jeden Zweifel zu arbeiten und hat dem Abend zunächst einmal nicht geschadet. Die Grenzenlos Party wird sich ohne wenn und aber als dauerhafte und zu empfehlende Party etablieren – Und das ist auch gut so. Sie bringt neuen Wind ich das bisherige Programm des Pavillon und reit sich damit in die Partys Black Celebration, Last Exit B7, Kreuz und Queer, dem neuen sonntätigen Metalabend und der neuen Party The Dark Side (LEB7) ein. [Zu den Bildern]

Setze ein Zeichen! Sage Nein!

Black Celebration Bilder

Gerstern hieß es wieder Mal “Black Celebation” im Club Pavillon. Aus zeitlichen Grünen verweise ich an dieser Stelle nur auf die Bilder. Möchte aber nich beifügen, dass es ein super Abend war. Der Ferienzeit entsprechend waren viele Partyfreudiger Gäste angereist, um zu der musikalischen Auswahl von DJ Ralf bis weit in die Nacht zu  tanzen. [Zu den Bildern]

LEB7 – 80er Party

Ohjee Leute! Da haben sich aber wieder einmal ein paar Leutchen ganz schön verhauen. Nix mit „wieder eine 80er Jahre Party“. Ja sicher! Es war wieder eine 80er Jahre Party. Aber es war eine 80er Party, die man durchaus hätte besuchen können, nein besuchen müssen. Und sind wir mal ehrlich. Die Alternativen am 5. Samstag waren ehr dürftig. Warum also nicht in den Club Pavillon nach Wuppertal? DJ Calecooper (Black Celebration, Kreuz und Queer) griff in dieser Nacht wieder einmal gekonnt in seine CD Sammlung und zog einen Hit nach dem anderen raus. Von Depeche Mode  über  Madonna Ina Deters unvergessenem „Neue Männer brauch das Land“ bis hin zu Falco, Nena, Die Ärzte, A-HA und so vielen anderen schönen Hits war einfach alles dabei was das Herz begehrte. [Zu den Bildern]

Und was kommt als nächstes? Ist doch Klar. Was Neues. Grenzenlos, der ultimative Partymix is back in town. Am Samstag, den 07.08.2010 geht es los. Infos auf der Webweite des Pavillon.

SCHEMENTHEMEN & SCHILLERNDES DUNKEL

SCHEMENTHEMEN, die Kult-Veranstaltungsreihe von und mit Myk Jung und Klaus Märkert, lädt im September zum SCHILLERNDEN DUNKEL in den ZWISCHENFALL nach Bochum-Langendreer ein.

Der gleißend schwarze Abend beginnt mit der Vorstellung des neuen Szenebuchs »Schillerndes Dunkel«, herausgegeben von Kulturwissenschaftler Alexander Nym. »Schillerndes Dunkel« gibt einen breiten Einblick in die sub- und gegenkulturelle Bewegung der Schwarzen Szene: ihre Entwicklungen, Motive, Ideen, Widersprüche – ihre faszinierende Optik.

Auf mehr als 400 Seiten kommen neben internationalen Künstlern auch Journalisten, Wissenschaftler, DJs und Veranstalter sowie die Szenegänger selbst zu Wort. Alexander Nym himself trägt Passagen aus »Schillerndes Dunkel« vor und wird passenderweise von Klaus Märkert mit Auszügen aus seinem 80er-Jahre-Szene-Roman »Hab Sonne« und Myk Jung mit seinen teils in »Schillerndes Dunkel« veröffentlichten Kolumnen flankiert.

Das ästhetikliebende Auge erfreut sich an der über Leinwand gezeigten Auswahl der ca. 600 im Buch veröffentlichten Abbildungen und weiteren szene-historischen Ausgrabungen.
Nach zwei Leseblöcken erweitert sich das Dreier-Gestirn auf der Bühne um die DJSzeneurgesteine Michael Zöller und Thomas Thyssen. Es fogt ein Live-Anekdoten-Erzähling aus der Szene mit der Szene (Zwischenquatschen welcome). Der Abend endet und die Nacht beginnt mit DJ Tuxedomoon und DJ Georg Howahl.

Über die Autoren

Myk Jung
Myk Jung ist seit 1984 in der Independent Musik-Szene u.a. als Frontmann von THE FAIR SEX aktiv. Neben eigenen Musikprojekten arbeitet er als freier Autor für diverse Musikmagazine und hat mit seiner liebevollen Parodie »Der Herr der Ohrringe« von sich hören gemacht.

Klaus Märkert.
Klaus Märkert, DJ und Autor aus Bochum, veröffentlichte bereits in Anthologien und Zeitschriften (z.B. OXPunkzeitung mit Literaturteil) und erzählt in seiner ersten Romanveröffentlichung »Hab Sonne« aus den verrückten 80er Jahren im Ruhrgebiet.

Alexander Nym
Alexander Nym ist Kultur- und Medienwissenschaftler und spezialisiert auf die Geschichte der sogenannten Gegenkulturen. Er ist seit über zwanzig Jahren als Künstler und Theoretiker in und außerhalb der »Schwarzen Szene« kulturell aktiv. Außerdem ist er Texter und Vokalist der Elektropop-Band ORGONAUTIC.

www.schementhemen.de
www.schillerndesdunkel.de
Fr., 24. September 2010
20:00 Uhr
Zwischenfall
Alte Bahnhofstrasse 214
44892 Bochum-Langendreer
www.zwischenfall-club.de

Black Celebration oder wann kommen die Ferien!

Was geht? Wir haben Ferien und das Wetter kommt auch langsam an einem Punkt, an dem man es auch nach 18Uhr ertragen kann, die Wohnung zu verlassen um einen gepflegten Abend in geselliger Runde im Wuppertaler Club Pavillon zu verbringen. Zumal der Anlass allemal ausreichend gewesen wäre: Es war einmal mehr „Black Celebration“ Time mit DJ Dalecooper. Und wo waren die Schwarzkittel? Schon im kollektiven vorglühmodus für das Amphi Festival in Köln oder einfach nur zu träge, ob des Wetters? War plötzlich zu kalt, was?

Wie dem auch sei. Der Abend war durch und durch ein gelungener Abend, der eigentlich nur hier und da durch das subjektive Empfinde der Gäste getrübt werden konnte. Der Typ hinter den CD Playern machten seinen Job gewohnt gut, ragte an diesen Abend aber nicht sonderlich hervor (schieben wir das auf das Wetter!) aber schaffte es, dass doch partywillige Folk auf die Tanzfläche zu locken. Jetzt ist erst einmal Wochenende. Es ist Amphi! Nutzt es! Und am kommenden Mittwoch bricht das Pavillon aus allen Nähten, okay? J [Zu den Bilder]

Ärgernis Bochum Total (Aufgepasst und Nachgedacht)

Über viele Jahre hinweg war das Schwarzvolk für das Bochum Total kein Problem. Auf der Ringbühne gaben sich über die Jahre hinweg die Acts  von ASP über DAS ICH bis hin zu METALSPÜRHUNDE, LEICHENWETTER oder JESUS ON EXTASY die Klinke in die Hand. Die Schattenreichbühne war samstags der Anlaufpunkt für alle Szenegänger aus der Region. Seit 2009 ist es düster geworden. Oder sollte ich besser sagen: Heller geworden!? Von dem einen auf das andere Jahr war die Schattenreichbühne gestrichen worden und ein Ersatz war/ist nicht in Sicht. Damit folgte dann wohl auch das Bochum Total einen Trend, den man durchaus in Frage stellen muss. Essen versuchte in den letzten zwei Jahren das schwarze Publikum loszuwerden und stieß damit auf ernormen Widerstand. Nicht ohne Erfolg, wie man an dieser Stelle einmal anmerken sollte. Grund hier und da: Das Stadtfestival soll ein Familien Fest sein. Ein Fest für alle, für alle „Normalen“. Soweit so gut. Aber wenn ich mich so umsehen dann habe auch ich Familie und die meisten meiner Freunde, die im „normalen“ Leben einen normalen Job nachgehen, die Schule besuchen oder studieren, um die Familien Fest tauglichen Besucher zu bedienen, zu pflegen, zu schützen (Sicherheitsdienst) oder sogar ärztlich zu behandeln. Tatsächlich ist es doch wohl so, dass sich das Schwarzfolk als nicht so Konsum-Geil erweist*, wie es die Veranstalter gerne hätten. Muss man sich mal vorstellen. Da kaufen diese schwarzen Assis nicht bei den überteuerten Ständen rund um die Bühnen. Nein! Sie schalten ihr Hirn ein und gehen in den nächsten Supermarkt und sparen Geld. Frechheit! So geht das nun wirklich nicht. Wenn ihr schon ein umsonst Programm bekommt, dann kann man doch auch von euch erwarten, dass ihr euer teuer verdientes Geld, von dem auch schon der Staat bis zu 43% einbehält weiter zum Fenster rauswerft, oder? Nein! Kann man nicht. Die Stadt Bochum und die Veranstalter bieten ein kostenloses Festival. Das tun sie nicht weil sie nette Menschen sind. Das tun sie um Geld zu verdiene. Und dieses Geld bekommen sie durch z.B. Standgebühren, Werbung e.c.t. Wenn das nicht reicht sollte man das Konzept schnell überdenken oder das Festival ganz absagen.

Soweit so schlecht. Schlechter kann es nicht kommen, will man meinen. Falsch. An diesem Wochenende war ich Zeuge von Dingen, die ich in den Jahren zuvor nicht wahrgenommen habe. Das Familienfest konnte zwar deutlich weniger Szenegänger verzeichnen aber Punks und einige randalierende Zaungäste konnte sie nicht vor der Tür lassen. Und beide Seiten tobten sich gründlich aus. Die Telefonzelle an der Ringbühne hatte am Samstagabend reichlich gelitten. Auch sollte in Frage gestellt werden ob Familien ein Fest besuchen wollen auf dem die Gäste ohne Rücksicht auf Verluste um sich Pogen und mit vollen (offenen) Bierdosen schmeißen. Das dabei nicht nur die Kleidung verdreckt sondern auch Verletzungen in Kauf genommen werden ist wahrlich Familienfreundlich. Ich habe bei drei Auftritten das Publikum verlassen. Und damit war ich nicht allein. Warum man bei z.B.„Daniel Wirtz“ pogen muss werde ich dann später noch einmal überdenken.

Und nun? Rumjammer hin, Rumjammer her! Was bringt die Zukunft? Was können wir tun? Ich hatte bereits im letzten Jahr der Matrix empfohlen sich um die Ringbühne zu bemühen. Aber von dieser Seite ist auch nicht mit Rettung zu rechnen.  Präsenz zeigen wäre aber schon mal eine Maßnahme. Jedes Jahr zu Pfingsten treffen sich die WGT Reste in Köln am Dom. Warum dann nicht ein Treffen auf dem BoTo? Sie können uns die Musik nehmen aber sie können uns nicht eines öffentlichen, für alle zugänglichen, Festes verweisen. Zumal wir verstehen uns wie Menschen zu benehmen und nicht die Stadt in Schutt und Asche legen wollen.

Zum Schluss sei noch angemerkt. In der Vergangenheit waren an allen vier Tagen Szenegänger zu Gast. Von diesen gaben ganz sicher auch viel Geld an den Ständen aus. In diesem Jahr konnte ich nicht mehr als eine Handvoll ausmachen. Sinnvoll?

Vielleicht sieht man ja im nächsten Jahr wieder mehr Schwarz?

* Eine von sicher vielen Themen, warum es keine schwarze Bühne mehr gibt.

MISFITS comes to Town…

Weitere Infos (soweit bekannt) auf Club Pavillon

Return top