SCHEMENTHEMEN & SCHILLERNDES DUNKEL

SCHEMENTHEMEN, die Kult-Veranstaltungsreihe von und mit Myk Jung und Klaus Märkert, lädt im September zum SCHILLERNDEN DUNKEL in den ZWISCHENFALL nach Bochum-Langendreer ein.

Der gleißend schwarze Abend beginnt mit der Vorstellung des neuen Szenebuchs »Schillerndes Dunkel«, herausgegeben von Kulturwissenschaftler Alexander Nym. »Schillerndes Dunkel« gibt einen breiten Einblick in die sub- und gegenkulturelle Bewegung der Schwarzen Szene: ihre Entwicklungen, Motive, Ideen, Widersprüche – ihre faszinierende Optik.

Auf mehr als 400 Seiten kommen neben internationalen Künstlern auch Journalisten, Wissenschaftler, DJs und Veranstalter sowie die Szenegänger selbst zu Wort. Alexander Nym himself trägt Passagen aus »Schillerndes Dunkel« vor und wird passenderweise von Klaus Märkert mit Auszügen aus seinem 80er-Jahre-Szene-Roman »Hab Sonne« und Myk Jung mit seinen teils in »Schillerndes Dunkel« veröffentlichten Kolumnen flankiert.

Das ästhetikliebende Auge erfreut sich an der über Leinwand gezeigten Auswahl der ca. 600 im Buch veröffentlichten Abbildungen und weiteren szene-historischen Ausgrabungen.
Nach zwei Leseblöcken erweitert sich das Dreier-Gestirn auf der Bühne um die DJSzeneurgesteine Michael Zöller und Thomas Thyssen. Es fogt ein Live-Anekdoten-Erzähling aus der Szene mit der Szene (Zwischenquatschen welcome). Der Abend endet und die Nacht beginnt mit DJ Tuxedomoon und DJ Georg Howahl.

Über die Autoren

Myk Jung
Myk Jung ist seit 1984 in der Independent Musik-Szene u.a. als Frontmann von THE FAIR SEX aktiv. Neben eigenen Musikprojekten arbeitet er als freier Autor für diverse Musikmagazine und hat mit seiner liebevollen Parodie »Der Herr der Ohrringe« von sich hören gemacht.

Klaus Märkert.
Klaus Märkert, DJ und Autor aus Bochum, veröffentlichte bereits in Anthologien und Zeitschriften (z.B. OXPunkzeitung mit Literaturteil) und erzählt in seiner ersten Romanveröffentlichung »Hab Sonne« aus den verrückten 80er Jahren im Ruhrgebiet.

Alexander Nym
Alexander Nym ist Kultur- und Medienwissenschaftler und spezialisiert auf die Geschichte der sogenannten Gegenkulturen. Er ist seit über zwanzig Jahren als Künstler und Theoretiker in und außerhalb der »Schwarzen Szene« kulturell aktiv. Außerdem ist er Texter und Vokalist der Elektropop-Band ORGONAUTIC.

www.schementhemen.de
www.schillerndesdunkel.de
Fr., 24. September 2010
20:00 Uhr
Zwischenfall
Alte Bahnhofstrasse 214
44892 Bochum-Langendreer
www.zwischenfall-club.de

Black Celebration oder wann kommen die Ferien!

Was geht? Wir haben Ferien und das Wetter kommt auch langsam an einem Punkt, an dem man es auch nach 18Uhr ertragen kann, die Wohnung zu verlassen um einen gepflegten Abend in geselliger Runde im Wuppertaler Club Pavillon zu verbringen. Zumal der Anlass allemal ausreichend gewesen wäre: Es war einmal mehr „Black Celebration“ Time mit DJ Dalecooper. Und wo waren die Schwarzkittel? Schon im kollektiven vorglühmodus für das Amphi Festival in Köln oder einfach nur zu träge, ob des Wetters? War plötzlich zu kalt, was?

Wie dem auch sei. Der Abend war durch und durch ein gelungener Abend, der eigentlich nur hier und da durch das subjektive Empfinde der Gäste getrübt werden konnte. Der Typ hinter den CD Playern machten seinen Job gewohnt gut, ragte an diesen Abend aber nicht sonderlich hervor (schieben wir das auf das Wetter!) aber schaffte es, dass doch partywillige Folk auf die Tanzfläche zu locken. Jetzt ist erst einmal Wochenende. Es ist Amphi! Nutzt es! Und am kommenden Mittwoch bricht das Pavillon aus allen Nähten, okay? J [Zu den Bilder]

Ärgernis Bochum Total (Aufgepasst und Nachgedacht)

Über viele Jahre hinweg war das Schwarzvolk für das Bochum Total kein Problem. Auf der Ringbühne gaben sich über die Jahre hinweg die Acts  von ASP über DAS ICH bis hin zu METALSPÜRHUNDE, LEICHENWETTER oder JESUS ON EXTASY die Klinke in die Hand. Die Schattenreichbühne war samstags der Anlaufpunkt für alle Szenegänger aus der Region. Seit 2009 ist es düster geworden. Oder sollte ich besser sagen: Heller geworden!? Von dem einen auf das andere Jahr war die Schattenreichbühne gestrichen worden und ein Ersatz war/ist nicht in Sicht. Damit folgte dann wohl auch das Bochum Total einen Trend, den man durchaus in Frage stellen muss. Essen versuchte in den letzten zwei Jahren das schwarze Publikum loszuwerden und stieß damit auf ernormen Widerstand. Nicht ohne Erfolg, wie man an dieser Stelle einmal anmerken sollte. Grund hier und da: Das Stadtfestival soll ein Familien Fest sein. Ein Fest für alle, für alle „Normalen“. Soweit so gut. Aber wenn ich mich so umsehen dann habe auch ich Familie und die meisten meiner Freunde, die im „normalen“ Leben einen normalen Job nachgehen, die Schule besuchen oder studieren, um die Familien Fest tauglichen Besucher zu bedienen, zu pflegen, zu schützen (Sicherheitsdienst) oder sogar ärztlich zu behandeln. Tatsächlich ist es doch wohl so, dass sich das Schwarzfolk als nicht so Konsum-Geil erweist*, wie es die Veranstalter gerne hätten. Muss man sich mal vorstellen. Da kaufen diese schwarzen Assis nicht bei den überteuerten Ständen rund um die Bühnen. Nein! Sie schalten ihr Hirn ein und gehen in den nächsten Supermarkt und sparen Geld. Frechheit! So geht das nun wirklich nicht. Wenn ihr schon ein umsonst Programm bekommt, dann kann man doch auch von euch erwarten, dass ihr euer teuer verdientes Geld, von dem auch schon der Staat bis zu 43% einbehält weiter zum Fenster rauswerft, oder? Nein! Kann man nicht. Die Stadt Bochum und die Veranstalter bieten ein kostenloses Festival. Das tun sie nicht weil sie nette Menschen sind. Das tun sie um Geld zu verdiene. Und dieses Geld bekommen sie durch z.B. Standgebühren, Werbung e.c.t. Wenn das nicht reicht sollte man das Konzept schnell überdenken oder das Festival ganz absagen.

Soweit so schlecht. Schlechter kann es nicht kommen, will man meinen. Falsch. An diesem Wochenende war ich Zeuge von Dingen, die ich in den Jahren zuvor nicht wahrgenommen habe. Das Familienfest konnte zwar deutlich weniger Szenegänger verzeichnen aber Punks und einige randalierende Zaungäste konnte sie nicht vor der Tür lassen. Und beide Seiten tobten sich gründlich aus. Die Telefonzelle an der Ringbühne hatte am Samstagabend reichlich gelitten. Auch sollte in Frage gestellt werden ob Familien ein Fest besuchen wollen auf dem die Gäste ohne Rücksicht auf Verluste um sich Pogen und mit vollen (offenen) Bierdosen schmeißen. Das dabei nicht nur die Kleidung verdreckt sondern auch Verletzungen in Kauf genommen werden ist wahrlich Familienfreundlich. Ich habe bei drei Auftritten das Publikum verlassen. Und damit war ich nicht allein. Warum man bei z.B.„Daniel Wirtz“ pogen muss werde ich dann später noch einmal überdenken.

Und nun? Rumjammer hin, Rumjammer her! Was bringt die Zukunft? Was können wir tun? Ich hatte bereits im letzten Jahr der Matrix empfohlen sich um die Ringbühne zu bemühen. Aber von dieser Seite ist auch nicht mit Rettung zu rechnen.  Präsenz zeigen wäre aber schon mal eine Maßnahme. Jedes Jahr zu Pfingsten treffen sich die WGT Reste in Köln am Dom. Warum dann nicht ein Treffen auf dem BoTo? Sie können uns die Musik nehmen aber sie können uns nicht eines öffentlichen, für alle zugänglichen, Festes verweisen. Zumal wir verstehen uns wie Menschen zu benehmen und nicht die Stadt in Schutt und Asche legen wollen.

Zum Schluss sei noch angemerkt. In der Vergangenheit waren an allen vier Tagen Szenegänger zu Gast. Von diesen gaben ganz sicher auch viel Geld an den Ständen aus. In diesem Jahr konnte ich nicht mehr als eine Handvoll ausmachen. Sinnvoll?

Vielleicht sieht man ja im nächsten Jahr wieder mehr Schwarz?

* Eine von sicher vielen Themen, warum es keine schwarze Bühne mehr gibt.

MISFITS comes to Town…

Weitere Infos (soweit bekannt) auf Club Pavillon

Saint Oberhausen – August 2010

So. 01.08.
DIMANCHE NOIR
Mit DJ S. Herwig & DJ Krischan W.
Musik: Electro, Synth, EBM, Rythm´n´Noise, Class-X
Eintritt: 3,- €
19:00 – 24:00 Uhr

Fr. 06.08.
DARK DIMENSION
Mit DJ Gerschi (Kultkeller)
Musik: Gothic, EBM, Electro, Gothicmetal, Wave, Mittelalter, Industrial, u.v.m.
Eintritt: 5,- €
22:00 Uhr – open end

Sa. 07.08.
BEST OF ALTERNATIVE
Mit DJ Cheesy
Musik: Alternative, Rock, Pop, Wave
Eintritt: 5,- €
22:00 Uhr – open end

So. 08.08.
DIMANCHE NOIR
Mit DJ S. Herwig & DJ Krischan W.
Musik: Electro, Synth, EBM, Rythm´n´Noise, Class-X
Eintritt: 3,- €
19:00 – 24:00 Uhr

Fr. 13.08.
DEPECHE MODE & ELECTRO PARTY
Musik: Depeche Mode, Synth, Electro, EBM
Eintritt: 5,- €
22:00 Uhr – open end

Sa. 14.08.
ALL APOLOGIES
Mit DJ George
Musik: Indie, Rock, Gothic, Emo, Punk
Eintritt: 3,- €
22:00 Uhr – open end

So. 15.08.
DIMANCHE NOIR
Mit DJ S. Herwig & DJ Krischan W.
Musik: Electro, Synth, EBM, Rythm´n´Noise, Class-X
Eintritt: 3,- €
19:00 – 24:00 Uhr

Fr. 20.08.
DARK DIMENSION
Mit DJ Carsten (Zwischenfall)
Musik: Gothic, EBM, Electro, Gothicmetal, Wave, Mittelalter, Industrial, u.v.m.
Eintritt: 5,- €
22:00 Uhr – open end

Sa. 21.08.
ROCK-O-LA
Mit DJ Otti (Matrix/Rock Palast)
Musik: 50er, 60er, 70er, 80er, 90er Rock & Metal (No Death, no Thrash.)
Eintritt: 5,- €
22:00 Uhr – open end

So. 22.08.
DIMANCHE NOIR
Mit DJ S. Herwig & DJ Krischan W.
Musik: Electro, Synth, EBM, Rythm´n´Noise, Class-X
Eintritt: 3,- €
19:00 – 24:00 Uhr

Fr. 27.08.
T-Club Party
Mit DJ George & DJ Cheesy
Musik: Der original T-Club-Sound
Eintritt: 5,- €
22:00 Uhr – open end

Sa. 28.08.
DIE ETWAS ANDERE 80/90 PARTY
Mit DJ Cheesy
Musik: Rock, Pop, Wave der 80er & 90er
Eintritt: 5,- €
22:00 Uhr – open end

So. 29.08.
DIMANCHE NOIR
Mit DJ S. Herwig & DJ Krischan W.
Musik: Electro, Synth, EBM, Rythm´n´Noise, Class-X
Eintritt: 3,- €
19:00 – 24:00 Uhr

Last Exit B7

Eine Last Exit B7 Party im Pavillon ist immer ein Besuch Wert. Die Stimmung ist immer gut und man hat bis in die Morgenstunden Fun. Umso schöner, dass auch an einem WM Wochenende , das zudem noch unter einer Hitzewelle zu leiden hat, Stimmung in den Abend kommt. Freilich musste man sich auf den Weg ins Pavillon erst einmal durch ein Fahnenmeer freudig erregter Fußballfans kämpfen. Das wir dabei aber nur den dritten Platz belegten und auch sonst das Leben nicht besser oder schlecht würde lassen wir mal außer acht. Nun gut! Verweilen wir nicht weiter bei der WM. Die ist nun vorbei. Was bleibt ist aber der  Pavillon, seine Partys und allen voran die Last Exit B7. An diesem Wochenende füllte sich der Pavillon, nicht zu letzt des Wetters wegen, sehr spät. Erst nach Mitternacht kamen die Gäste und füllte nach und nach den Club, um dann mit DJ Dalecooper (auch Black Celebration) bis in die Morgenstunden zu feiern und zu rocken. Das Musikangebot war dem Konzept entsprechend, das Publikum von jung bis alt reichlich gut durchgemischt und die Tanzfläche hatte unter den Daueransturm viel zu tun. Vielleicht verdanken wir es auch den ausgiebigen Tänzen, dass es später in der Nacht noch eine feine Abkühlung gab und die Nacht etwas erträglicher machte. Wie dem auch sein, an diesen Abend kam einfach jeder auf seine Kosten. [ZU DEN BILDERN]

Neue Party und 5. Samstag

Madball Live im Pavillon

2003 tritt ein singender Klempner ins Rampenlicht des glitzernden Showgeschäfts, mit dem kaum einer gerechnet hat. Die Spezies der musizierenden Handwerker ist jedoch schon länger aktiv, wovon nicht zuletzt die Hartkerner von Madball und deren Frontmann Freddy Cricien ein Liedchen trällern können.

Die musikalische Karriere der New Yorker beginnt in der Tat etwas ungewöhnlich. Der Legende nach steht der siebenjährige Knirps Freddy in den Achtziger an der Seite der Bühne des legendären CBGB’s-Club, als sein größerer Bruder Roger Miret – seines Zeichens Agnostic Front-Sänger – dort auftritt. Brav neben dem Drumset stehend, schaut er Roger bei der Performance zu, und plötzlich ruft dieser ihn an den Bühnenrand und drückt ihm das Mikro in die Hand.

Dass sich aus diesem spontanen Einfall mehr ergibt, sollte klar sein, die Verwandtschaft mit einer lebenden Hardcore-Legende bringt eben Verpflichtungen mit sich. Und so hebt Freddy folgerichtig seine eigene Combo Madball aus der Taufe.

Heißer Konzertsommer im Pavillon

Im Juli und August wird das Pavillon mit drei Konzerten weiter an ihrem Programm Update schrauben. Auf den Plan stehen “Another Breath” (18.07.2010), “CIVET” (01.08.2010) und “SOMAN” (28.08.2010). Eine durchaus interessante Mischung, wie wir finden. Und mit SOMAN hat man sich sicher ein Highlight der Industial-Gemeinde in Haus geholt.

Pavillon Programm Update

Nach den Schreckensmeldungen der vergangenen Wochen, dass das Pavillon Ende des Jahres seine Türen für immer schließen soll, können wir nun auch gute Nachrichten verbreiten. Die Geschäftsführung ist nicht nur bemüht, das Ende des Pavillons auszusetzen, es ist auch dabei das Angebot gründlich auf den Kopf zu stellen. Neben dem Ausbau der ersten Etage zu einer kleinen aber feinen 2. Area (DuesterArt durfte sich schon mal umsehen) wird sich auch musikalisch etwas tun. Vor allem am Samstag hat man gut geschraubt und neben einem zweiten, schwarzen Abend „The Dark Side“ auch die altbekannte „Grenzenlos“ Party wieder aus der Versenkung hervor gekramt.

Das neue Samstag Programm:

1. Samstag – Grenzenlos – der ultimative Partymix aus Pop, Alternative, Rock, Charts, 80ies and 90ies , ab 18 Jahre, Raucherclub

2. Samstag - Last Exit B 7 – die beliebte Rockparty: Rock, Alternative, Indie mit DJ Tom, ab 18 Jahre, Raucherclub

3. Samstag – Last Exit B 7 – „The Dark Side“ mit DJ Ralf :  Gothic, Industrial, Electro, Mittelalter, Düsterrock ab 16 Jahre, ab 24 Uhr Raucherclub ab 18 Jahre, 2nd Area : Dark Diamonds, Düster-Retro-Party, Eintritt frei

4. Samstag – Last Exit B 7 – die beliebte Rockparty: Rock, Alternative, Indie mit DJ Tom, ab 18 Jahre, Raucherclub

Der Mittwoch bleibt mit der „Black Celebration“ wie er ist. Dem ersten Donnerstag im Monat wird mit der Party „Studentenfutter“ die Langeweile ausgetrieben und der Sonntag kommt mit der „Metal-Party“ zurück.

Infos zum neuen Programm bekommt ihr auch auf der Webseite des Pavillon

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