Wenn man in diesen Tag aus dem Fenster schaut, sollte man eigentlich zu dem Entschluss kommen, dass es eine verdammt dumme Idee ist, sich ins Auto zu setzen, um in die Disko zu fahren. Vernünftig wie ich nun mal nicht bin waren mir diese Gedanken aber fremd und egal. Schnee hin, Schnee her. Ich wollte Party machen. Und die Entscheidung doch nach Wuppertal in den Pavillon zu fahren erwies sich als eine super Idee. Auf dem Weg dorthin hatte ich, Angesichts des Wetters, aber auch meine Zweifel. Würden auch Andere dem Wetter trotzen? Für meine Begleitungen und mich begann der Abend um 23:00 Uhr. Der Club war zu dieser Zeit ehr mäßig gefüllt. DJ Carsten (u.a. Black Celebration) verschwand hinter dem DJ Pult in einer unüberschaubaren Anzahl von CD Koffern, der LJ hatte neben der Lichtanlage auch seinen Spaß mit der Nebelmaschine – für meinen Geschmack zuviel – und ich musste mir erst einmal einen leckeren Kaffee aus der neuen Kaffeemaschine in den Körper schütten. Ich hatte noch Hoffnung, dass in mir Leben steckt, das ich erwecken könnte. Gesagt getan. Auf geht es in den Partyabend. Anders als erwartet füllte sich der Club bis ca. halb Eins sehr gut an und auch später fanden viele Nachzügler den Weg in den Club. Bis in den frühen Morgenstunden trotzte das angereiste Publikum dem Winter und feierte sich die Seele aus dem Leib. Das Musikangebot war entsprechend des Partykonzepts gemischt. Gästewünsche und DJ taten ihr übrigens, eine gelungene Mischung auf die Beine zu stellen. Mit Fug und Recht darf gesagt werden, dass das anwesende, gut gemischte Publikum eine super Nacht im Wuppertaler Pavillon verbrachte und einmal mehr zeigte sich, dass gemischte Partys sehr wohl funktionieren. Vielleicht auch ein Wunsch nach mehr „Zusammenhalt“ und Flucht vor der „Großraumdiskotheken Käfighaltung“, wo immer nur wenige Musikstile in einer Halle zu finden sind. Einmal mehr ein Abend der auch zeigt, dass der Club kürzlich vollkommen zu Recht sein 8 jähriges Bestehen feierte. [Zu den Bildern]